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Mehr Netto für Familien: Kindergeld 2026 und Kinderfreibeträge unter der Lupe

2026-01-22

2026 kommen neue Steuererleichterungen für Familien. Das Kindergeld steigt 2026 und die Kinderfreibeträge erhöhen sich. Doch welche Variante bringt Ihnen am Ende wirklich mehr Geld? Kindergeld oder Freibetrag – wer gewinnt im Steuervergleich? Und wie prüft das Finanzamt automatisch, was für Sie am besten ist?

Das Wichtigste in Kürze:  

  • Mehr Geld 2026: Das Kindergeld 2026 steigt auf 259 Euro pro Kind, zusätzlich erhöhen sich die Kinderfreibeträge. 

  • Automatischer Vorteil: Das Finanzamt prüft selbst, ob Kindergeld oder Freibetrag für Sie günstiger ist. Sie müssen nichts tun. 

Kindergeld Erhöhung 2026: Mehr Geld für Ihre Familie 

Kindergeld ist eine direkte finanzielle Unterstützung für Familien. Es soll helfen, die Kosten für Kinder zu decken – vom Kita-Beitrag bis zum Taschengeld. 

Ab Januar 2026 steigt das Kindergeld auf 259 Euro pro Kind. Das sind 4 Euro mehr als bisher. Klingt nach wenig? Für Familien mit mehreren Kindern macht das aber im Jahr doch einen kleinen Unterschied. 

Ein kleines Beispiel: Sie haben zwei Kinder. 2026 erhalten Sie monatlich 518 Euro, also 6.216 Euro im Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 96 Euro mehr pro Jahr – ein willkommenes Plus für die Haushaltskasse. 

Wer bekommt das Kindergeld? Grundsätzlich alle Eltern, die in Deutschland wohnen und Kinder bis mindestens 18 Jahre haben. Unter bestimmten Bedingungen gibt es Kindergeld sogar bis 25 Jahre, zum Beispiel während der Ausbildung oder des Studiums. 

Die Kindergeldauszahlung erfolgt auch 2026 in der Regel monatlich, direkt aufs Konto - meist um den 10. bis 15. des Monats. Dabei entscheidet die letzte Zahl Ihrer Kindergeldnummer darüber, an welchem Datum genau die entsprechenden Beträge auf Ihr Konto überwiesen werden. So haben Eltern das Geld schnell und unkompliziert verfügbar. 

Tipp: Auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit finden Sie eine Tabelle der Auszahlungstermine nach Endziffer für das Kindergeld. 

Wie hoch sind die Kinderfreibeträge 2026? 

2026 erhöhen sich auch die Kinderfreibeträge, um der Inflation entgegenzuwirken. Das bedeutet: Das Finanzamt lässt mehr von Ihrem Einkommen steuerfrei. Denn Kinderfreibeträge wirken anders als Kindergeld. Sie senken die Steuerlast direkt. Je mehr Freibeträge, desto weniger Steuern zahlen Sie. 

Gut zu wissen:

Kindergeld und Kinderfreibetrag schließen sich nicht aus. Das Finanzamt prüft automatisch, welche Variante für Sie günstiger ist. Diese sogenannte Steuervorteilsprüfung sorgt dafür, dass Sie immer das Maximum bekommen – ohne extra Antrag.  Merken Sie sich: Kinderfreibeträge helfen vor allem, wenn Ihr Einkommen hoch ist. Sie wirken wie ein kleiner Schutzschild gegen zu hohe Steuern. 

Kindergeld oder Freibetrag: Was lohnt sich mehr? 

Eltern fragen sich oft: „Kindergeld oder Freibetrag – was bringt mir mehr Geld?“ Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht selbst entscheiden. Das Finanzamt übernimmt die Steuervorteilsprüfung - auch Günstigerprüfung genannt (§ 31 EStG) - automatisch. 

So funktioniert es: Das Finanzamt berechnet beide Varianten. Dann schaut es, welche Sie finanziell besser stellt. Dabei zieht das Finanzamt den Kinderfreibetrag in der Steuererklärung rückwirkend von dem zu versteuernden Jahreseinkommen ab, addiert aber gleichzeitig das erhaltene Kindergeld hinzu.  

Dadurch wird eine Doppelförderung durch Kinderfreibetrag und das Kindergeld ausgeschlossen. Das Ergebnis wird automatisch in Ihrer Steuererklärung berücksichtigt. Sie profitieren also immer vom günstigeren Betrag – ohne zusätzlichen Aufwand. 

Gut zu wissen: Für Familien mit niedrigerem Einkommen lohnt sich meist das Kindergeld. Bei höherem Einkommen greift oft der Freibetrag.  

Weitere Tipps für Familien, um 2026 zu sparen 

Neben Kindergeld und Kinderfreibeträgen gibt es 2026 noch weitere Möglichkeiten, das Familienbudget zu entlasten.  

1. Betreuungskosten absetzen 
Ausgaben für Kita, Tagesmutter oder Hort können Sie teilweise von der Steuer abziehen. 2026 gilt: Bis zu 4.800 Euro pro Kind lassen sich anrechnen. Jede Rechnung zählt – also Belege sammeln! 

2. Ausbildung und Studium unterstützen 
Kosten für Schulbücher, Laptop oder Fahrtkosten können als Sonderausgaben abgesetzt werden. Gerade bei älteren Kindern lohnt sich ein Blick auf diese Posten. 

3. Sparen für die Zukunft 
Nutzen Sie Kinderdepots, um ETFs zu sparen und langfristig vom Zinseszins-Effekt zu profitieren und gleichzeitig Geld für Ihre Kinder zurückzulegen. 

4. Förderungen für Sport, Kultur und Bildung 
Viele Kommunen oder Vereine bieten Zuschüsse für Sportvereine, Musikunterricht oder Sprachkurse. Diese Beträge mindern zwar nicht direkt die Steuer, aber schonen das Familienbudget. 

Fazit: Familienleistungen clever nutzen 

Wichtig ist vor allem eines: Sie müssen sich nicht zwischen Kindergeld und Freibetrag entscheiden. Das Finanzamt prüft automatisch, welche Variante für Sie günstiger ist. Diese Steuervorteilsprüfung sorgt dafür, dass Sie keinen Vorteil verschenken. 

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