BforMag
Rente plus Gehalt: Was die neue Aktivrente 2026 interessant macht?
Mehr Geld im Ruhestand. Ohne komplizierte Steuerregeln. Und ohne Einbußen. Seit dem 1. Januar 2026 ist mit der Aktivrente eine neue Möglichkeit, Rente und Gehalt zu kombinieren, in Kraft getreten. Sie können Ihre Rente beziehen und trotzdem weiterarbeiten. Bis zu 2.000 Euro im Monat bleiben dabei steuerfrei. Das ist neu. Und für viele Menschen ein echter Gamechanger.
Das Wichtigste in Kürze:
Seit dem 1. Januar 2026 ermöglicht die Aktivrente, Rente und zusätzliches Einkommen bis zu 2.000 Euro pro Monat steuerfrei zu kombinieren.
Sie gilt für Rentnerinnen und Rentner, die das Rentenalter von 67 erreicht haben und als Arbeitnehmer weiterarbeiten.
Sozialabgaben bleiben dabei deutlich geringer, da nur die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung bezahlt werden müssen.
Was ist die Aktivrente?
Die Aktivrente 2026 ist ein neues Modell aus der geplanten Rentenreform. Es richtet sich an Menschen, die das reguläre Rentenalter erreicht haben und trotzdem weiterarbeiten möchten. Der Staat möchte Erfahrung im Arbeitsmarkt halten. Und er möchte Arbeit im Alter attraktiver machen.
Der Grundgedanke ist einfach: Sie bekommen Ihre gesetzliche Rente. Und Sie dürfen zusätzlich arbeiten. Die Einführung der Aktivrente markiert damit einen echten Richtungswechsel. Arbeiten im Ruhestand soll sich wieder lohnen. Finanziell. Und persönlich.
Bis zu 2.000 Euro im Monat sollen dabei steuerfrei bleiben. Dieser Betrag kommt zusätzlich zu Ihrer Rente. Er wird nicht angerechnet. Genau das macht die Aktivrente ab 2026 so interessant.
Die Aktivrente bedeutet somit eine klare Trennung zwischen Rente und Zusatzeinkommen. Wer arbeitet, soll mehr von seinem Geld behalten. Ohne komplizierte Umwege. Und ohne Nachteile.
Einführung ab 2026: Was ändert sich konkret?
Bisher galt: Wer im Ruhestand arbeitet, zahlt auf fast jeden Euro Steuern. Das bremste viele arbeitswillige Rentnerinnen und Rentner aus. Mit der Einführung der Aktivrente 2026 ändert sich das grundlegend.
Konkret geplant ist:
Ein monatlicher Steuerfreibetrag von 2.000 Euro
Keine Anrechnung auf die gesetzliche Rente
Geringere Hürden bei Sozialabgaben
Das Ziel ist dabei klar. Arbeiten soll sich wieder lohnen. Auch im Alter.
Wie viel kann ich zusätzlich verdienen, ohne als Rentner besteuert zu werden?
Mit der Aktivrente dürfen Sie ab 2026:
bis zu 24.000 Euro pro Jahr steuerfrei verdienen
also 2.000 Euro pro Monat zusätzlich zur Rente
Alles, was Sie darüber hinaus verdienen, versteuern Sie normal. Aber der große Vorteil bleibt: Der erste Teil bleibt komplett steuerfrei. Das macht die zusätzliche Einkommensgrenze für Rentner so attraktiv.
Für wen gilt der Steuerfreibetrag der Aktivrente?
Den Steuerfreibetrag der Aktivrente können folgende Personen in Anspruch nehmen:
Rentnerinnen und Rentner im gesetzlichen Rentenalter von 67 Jahren (inklusive Übergangsregelungen) die als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer weiterarbeiten
Wichtig ist: Sie müssen das reguläre Rentenalter erreicht haben und danach sozialversicherungspflichtig weiterarbeiten. Es ist egal, ob Sie bereits eine Rente beziehen oder den Rentenbezug aufschieben.
Der Steuerfreibetrag der Aktivrente gilt nicht für:
Selbstständige, Gewerbetreibende und Freiberufler im Ruhestand
Land- und Forstwirte
Minijobs
Beamtinnen und Beamte
Aktivrente 2026 und Sozialabgaben: Fallen noch Beiträge an?
Steuern sind das eine. Sozialabgaben das andere.
Aktivrentnerinnen und Aktivrentner müssen ab 2026:
weiterhin Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung zahlen
keine Rentenbeiträge zahlen (können es aber freiwillig tun, um weitere Rentenansprüche zu erlangen)
keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen
Der Arbeitgeber hingegen ist verpflichtet den Rentenbeitragsanteil für Aktivrenter abzuführen! Insgesamt heißt das, dass Sie bei der Aktivrente mit weniger Sozialabgaben rechnen müssen und somit Ihr Nettolohn deutlich steigt.
Lohnt es sich, länger zu arbeiten?
Für viele Menschen lautet die Antwort: Ja, denn die Aktivrente bringt klare Vorteile:
Mehr Einkommen im Ruhestand
Weniger Steuern
Mehr soziale Teilhabe
Sinnvolle Beschäftigung
Gerade in Zeiten steigender Preise ist das ein starkes Argument. Dabei entscheiden Sie selbst, wie viel Sie arbeiten und wie lange. Das macht die Aktivrente ab 2026 so flexibel.
Ein Beispiel:
Herr Müller ist 67 Jahre alt. Er erhält 1.600 Euro Rente im Monat. Er arbeitet 2,5 Tage pro Woche als angestellter Berater.
Sein Einkommen:
1.600 Euro Rente (steuerbereinigt)
2.000 Euro Verdienst (Aktivrente)
ca. 207 Euro Abgaben (Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung)
Gesamt: 3.393 Euro pro Monat
Warum wurde die Aktivrente eingeführt?
Die Aktivrente wurde 2026 eingeführt, um dem Arbeitskräftemangel und den Auswirkungen der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken. Das Weiterarbeiten wird attraktiver und Fachkräfte länger gehalten.
Allerdings gibt es auch Kritik. So wird bemängelt, dass eher wohlhabende Rentnerinnen und Rentner aus akademischen Berufen profitieren würden. Hingegen können solo-selbstständige Handwerker oder Landwirte nicht von der Aktivrente profitieren, obwohl gerade in diesen Bereichen der Fachkräftemangel hoch ist.
Die Aktivrente ab 2026 bringt frischen Wind in das Rentensystem. Sie gibt die Möglichkeit, Ihre Rente zu beziehen und trotzdem weiterzuarbeiten. Und das mit einem klaren Vorteil: Bis zu 2.000 Euro im Monat bleiben steuerfrei. Damit lohnt sich Arbeit im Ruhestand wieder. Sie entscheiden selbst, wieviel Sie arbeiten möchten.
Auch für Familien ist das eine gute Nachricht. Eltern können ihre Finanzen selbst stärken. Angehörige werden entlastet. Und Erfahrung bleibt dem Arbeitsmarkt erhalten.
FAQ zur Aktivrente
Wann wurde die Aktivrente beschlossen?
Die Bundesregierung hat die Aktivrente am 15. Oktober 2025 vorgestellt. Am 5. Dezember hat der Bundestag den Gesetzesentwurf beschlossen und am 19. Dezember hat der Bundesrat zugestimmt. Zum 1. Januar 2026 ist die Aktivrente in Kraft getreten.
Gilt die Aktivrente 2026 auch für Selbständige?
Ja. Die Aktivrente 2026 auch für Selbständige geplant. Das ist neu. Und wichtig. Denn viele Menschen arbeiten im Ruhestand freiberuflich weiter. Zum Beispiel als Berater, Dozent oder Handwerker. Bisher mussten sie jeden Euro versteuern. Damit schafft die Aktivrente in Deutschland gleiche Regeln für alle.
Erhöht die Aktivrente die Steuern, die ich auf die reguläre Rente zahlen muss?
Nein. Wenn das Einkommen aus der Aktivrente nicht mehr als 2.000 Euro pro Monat beträgt, steigt die Steuer nicht. Bis 2000 Euro soll die Aktivrente den Steuersatz für das restliche zu versteuernde Einkommen nicht erhöhen.
Wie lange läuft die Aktivrente?
Nach zwei Jahren ist eine Evaluation vorgesehen, um die Aktivrente zu überprüfen.
