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CO₂-Steuer 2026: Wie viel teurer werden Benzin und Heizkosten?
Benzin kostet 2026 mehr. Die Heizkosten steigen. Gleichzeitig fällt die Gasspeicherumlage weg. Was heißt das konkret für Ihren Alltag? Und wer zahlt die 2026 gestiegene CO2-Steuer für Heizkosten eigentlich – Sie oder Ihr Vermieter? In diesem Artikel erfahren Sie, wie stark die Preise 2026 voraussichtlich steigen, wie die Kosten verteilt werden und worauf Sie bei Ihrer Abrechnung achten sollten.
Das Wichtigste in Kürze:
Die CO₂-Steuer steigt 2026 und macht Heizen und Tanken teurer. Der CO₂-Preis liegt 2026 zwischen 55 € und 65 € pro Tonne CO₂.
Benzin kostet 2026 im Durchschnitt 17 Cent und Diesel rund 19 Cent mehr pro Liter.
Die Kosten für Gas steigen um circa 0,21 Cent /kWh (auf 1,4 Cent/kWh) und beim Heizöl um rund 3,18 Cent/l (auf 20,7 Cent/l).
Gleichzeitig wurde am 01. Januar 2026 die Gasspeicherumlage abgeschafft. Das spart bei einem Verbrauch von 20.000 kWh circa 58 € im Jahr.
Mieter und Vermietende teilen sich die CO₂-Kosten nach einem gesetzlichen Stufenmodell. Je schlechter die Energieeffizienz, desto mehr zahlt der Vermieter.
Was ist die CO₂-Steuer?
Der CO₂-Steuer ist eine Art „Umweltsteuer“ auf den Ausstoß von Kohlendioxid, die 2021 eingeführt wurde. Ziel ist, den Verbrauch fossiler Brennstoffe zu reduzieren und den Klimaschutz zu fördern. Konkret bedeutet das: Wer viel mit fossilen Brennstoffen heizt oder Auto fährt, zahlt mehr – wer energiesparend lebt, zahlt weniger.
Die CO₂-Steuer wird auf folgende Brennstoffe erhoben:
Benzin (auch Flugbenzin)
Diesel & Heizöl
Erdgas & Flüssiggas
Biogas (außer nachhaltig produziertem Biogas)
Kohle zum Heizen
Abfall in Heizkraftwerken
Gut zu wissen: Wärmepumpen, Holzpellets und Hackschnitzel sind von der Abgabe ausgeschlossen.
CO₂-Steuer 2026: Was ändert sich genau?
Im Jahr 2026 ist der CO₂-Preis weiter gestiegen. Das betrifft vor allem fossile Brennstoffe: Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas. Wer also Auto fährt oder mit Gas und Öl heizt, muss mit einer höheren CO₂-Steuer rechnen.
Doch das erste Mal wurde der Preis nicht genau festgelegt, sondern bildet sich durch die Versteigerung von Emissionszertifikaten – in einer Preisspanne zwischen 55 bis 65 Euro je ausgestoßener Tonne Kohlendioxid. 2025 lag der Preis noch bei genau 55 Euro je ausgestoßener Tonne Kohlendioxid.
Wie hoch die Kosten pro Liter oder Kilowattstunde für Verbraucher 2026 genau sein werden, ist nicht planbar, weil es diese Spanne gibt. Je nach Angebot und Nachfrage wird sich der Preis innerhalb der Spanne ändern. Der genaue Preis wird sich erst aus dem Handel von Unternehmen mit CO₂-Zertifikaten ergeben.
Gleichzeitig wird die Gasspeicherumlage abgeschafft. Das wirkt für Verbraucher teilweise entlastend, besonders für Haushalte, die viel Gas zum Heizen oder Kochen nutzen.
Wie wirkt sich die CO₂-Steuer auf Heizkosten aus?
Ab 2026 wird das Heizen für viele Haushalte teurer. Für Gas, Heizöl und Fernwärme bedeutet das: jede Kilowattstunde Energie kostet mehr. Die CO₂-Abgabe kann bei Erdgas bis zu 1,4 Cent pro kWh und bei Heizöl bis zu 20,70 Cent pro Liter (inklusive Mehrwertsteuer) ausmachen.
Wer eine Gasheizung hat, profitiert immerhin von der Abschaffung der Gasspeicherumlage. Das gleicht einen Teil des CO₂-Aufschlags wieder aus. Trotzdem steigen die Heizkosten 2026, besonders für weniger effiziente Gebäude.
Ein Rechenbeispiel beim Heizen mit Erdgas
Ein Durchschnittshaushalt mit Gasheizung verbraucht etwa 20.000 kWh im Jahr. Der CO₂-Preis 2026 für Gas schlägt maximal mit rund 0,014 € pro kWh zu Buche. Rechnen Sie das auf den Jahresverbrauch hoch, kann das bis zu 280 € Mehrkosten bedeuten. Da die Kosten schwanken können, handelt es sich hierbei um den Maximalpreis für einen Verbrauch von 20.000 kWh. Sollte der Verbrauch höher sein, sind natürlich auch die Kosten für CO₂ größer.
Ein Rechenbeispiel beim Heizen mit Heizöl
Heizen Sie mit Öl, müssen Sie mehr bezahlen, denn Öl stößt mehr klimarelevante Gase aus. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunde (circa 2000 Liter Heizöl) sind es 5,3 Tonnen CO₂. Die Kosten für die CO₂-Abgabe liegen bei maximal 0,207 €/Liter und können bei diesem Verbrauch bei circa 414 Euro pro Jahr liegen. Da die Kosten schwanken können, handelt es sich hierbei um den Maximalpreis für einen Verbrauch von 2000 Liter. Sollte der Verbrauch höher sein, sind natürlich auch die Kosten für CO₂ größer.
Fernwärmekunden zahlen indirekt. Anbieter geben den CO₂-Aufschlag auf den Endpreis weiter. Hier lohnt ein Blick auf die Nebenkostenabrechnung. Prüfen Sie, ob der CO₂-Preis korrekt berechnet wurde und ob Ihr Verbrauch realistisch ist.
Wer zahlt den CO₂-Preis? Mieter oder Eigentümer?
Wenn Sie zentral über den Vermieter beheizt werden (also z. B. eine Gas- oder Ölheizung im Haus hat), dann teilen sich Mieter und Vermieter die CO₂-Kosten. Seit dem Jahr 2023 müssen die Vermietenden einen Teil übernehmen und diesen Anteil in der Heizkostenabrechnung ausweisen und an die Mietenden zurückzahlen.
So funktioniert die Staffelung: Die Aufteilung richtet sich nach der Energieeffizienz des Gebäudes. Je besser ein Haus gedämmt und je weniger CO₂ es pro Quadratmeter und Jahr ausstößt, desto mehr bezahlen die Mieter. Je schlechter die Effizienz, desto höher ist der Anteil, den der Vermieter übernimmt.
Kurz gesagt: In einem energetisch sehr guten Gebäude tragen Sie als Mieter fast alle CO₂-Kosten. In einem schlechter isolierten Altbau übernimmt der Vermieter fast alles.
Was bedeutet das praktisch?
Haben Sie eine Zentralheizung mit Abrechnung durch den Vermieter, werden die CO₂-Kosten automatisch auf der Heizkostenabrechnung gutgeschrieben. Prüfen Sie diese Abrechnung immer genau.
Keine Abrechnung durch den Vermieter? Dann bekommen Sie eine Gas- oder Ölheizung über einen eigenen Vertrag. In diesem Fall müssen Sie Ihren Anspruch auf die Erstattung der Vermieteranteile selbst geltend machen.
Tipp:
So bekommen Sie einen klaren Überblick darüber, wer welchen Teil des CO₂-Preis trägt: Für die Berechnung des Anteils wird das offizielle Stufenmodell genutzt. Es gibt ein Berechnungstool des Bundes für die Aufteilung der Kohlendioxidkosten zwischen Vermieter und Mieter, mit dem Sie den Anteil für Ihr Gebäude ermitteln können. Auf der Seite des Deutschen Mieterbundes wird außerdem genau erläutert, wie Sie die Berechnung vornehmen. Wenn etwas nicht stimmt, können Sie als Mieter die Erstattung einfordern.
Auswirkungen der CO₂-Steuer auf die Benzinpreise
Auch Autofahrer spüren den höheren CO₂-Preis 2026. Der Liter Benzin und Diesel wird teurer, weil CO₂-Emissionen jetzt mehr kosten.
Wie viel genau?
Beispiel beim Tanken mit Benzin: Der Liter Benzin wird 2026 zwischen 15,7 Cent und 18,6 Cent teurer sein. Kostete ein Liter Super zuvor 1,70 €, wird er 2026 zwischen 1,86 € und 1,89 € liegen – je nach CO₂-Preis und Marktentwicklung.
Beispiel beim Tanken mit Diesel: Der Liter Diesel wird 2026 zwischen 17,3 Cent und 20,5 Cent teurer sein. Kostete ein Liter Diesel zuvor 1,60 €, liegt er 2026 zwischen 1,77 € und 1,80 € – je nach CO₂-Preis und Marktentwicklung.
Der Endpreis hängt aber auch vom Rohölpreis und regionalen Steuern ab. An Tankstellen können Unterschiede von mehreren Cent pro Liter vorkommen.
Tipp: Elektro- und Hybridfahrzeuge können Sie entlasten. Wer weniger Benzin tankt, zahlt automatisch weniger CO₂-Aufschlag. Für Elektrofahrzeuge müssen Sie keine CO₂-Abgabe zahlen.
Tipps um Kosten clever im Blick behalten
Der CO₂-Preis 2026 steigt. Das lässt sich nicht ändern. Aber Sie können beeinflussen, wie stark er Ihren Geldbeutel trifft. Oft reichen schon kleine Schritte.
Heizkosten bewusst steuern
Drehen Sie die Heizung nicht höher als nötig. Schon ein Grad weniger spart spürbar Energie. Nutzen Sie die Nachtabsenkung. Lüften Sie kurz und kräftig statt dauerhaft gekippt. So bleiben die Heizkosten 2026 besser im Rahmen.Abrechnung genau prüfen
Schauen Sie sich Ihre Heiz- und Nebenkostenabrechnung genau an. Prüfen Sie, ob der CO₂-Preis korrekt ausgewiesen ist. Achten Sie auch darauf, ob Ihr Vermieter seinen Anteil am CO₂-Preis 2026 richtig abzieht. Bei Unklarheiten lohnt sich eine Nachfrage.Verbrauch vergleichen
Vergleichen Sie Ihren Energieverbrauch mit dem Vorjahr. Oder mit ähnlichen Haushalten. Steigt der Verbrauch stark, liegt oft ein Problem vor. Zum Beispiel ein falsch eingestelltes Thermostat oder ein dauerhaft beheizter Nebenraum.Beim Tanken sparen
Auch bei der CO₂-Steuer für Benzin und Diesel gilt: Planung hilft. Fahren Sie vorausschauend. Vermeiden Sie kurze Strecken mit kaltem Motor. Nutzen Sie Preis-Apps, um günstige Tankstellen zu finden. Das spart Cent für Cent.Digitale Helfer nutzen
Viele Anbieter bieten Apps oder Online-Portale an. Dort sehen Sie Ihren Verbrauch fast in Echtzeit. So erkennen Sie schnell, wo Kosten entstehen – und können reagieren.
7. Langfristig denken
Wer kann, setzt auf Effizienz. Dichtungen erneuern. Heizkörper entlüften. Alte Geräte austauschen. Das senkt nicht nur den CO₂-Preis Gas 2026, sondern spart jedes Jahr ein bisschen Geld.
Kurz gesagt: Sie müssen nicht alles auf einmal ändern. Schon kleine Anpassungen helfen, die steigenden Kosten im Griff zu behalten – und geben Ihnen ein gutes Gefühl beim Blick auf die nächste Abrechnung.
