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Steuererklärung 2026: Diese neuen Belege müssen Sie im März sortieren

2026-02-01

Der März ist der perfekte Zeitpunkt, um Ihre Steuererklärung 2026 vorzubereiten. Wer jetzt seine Belege sortiert, spart später Zeit und Nerven – und bekommt sein Geld schneller zurück. In diesem Jahr gibt es einige Änderungen: die  Pendlerpauschale steigt, bei der Werbungskosten-Pauschale gibt es Neues und die Aktivrente wurde eingeführt. Mit unserer einfachen Checkliste behalten Sie den Überblick und verpassen keine Steuerabzüge. 

Das Wichtigste in Kürze:  

  • Reguläre Abgabefrist der Steuererklärung 2025/2026: 31. Juli 2026 für alle, die ihre Erklärung selbst erstellen. 

  • Abgabe über Steuerberater: Wer einen Steuerberater nutzt, kann die Steuererklärung bis Ende Februar 2027 abgeben. 

  • Frühzeitig starten: Wir empfehlen im März Belege zu sortieren, Homeoffice-Pauschale, Werbungskosten und Fahrtkosten zu prüfen – so sparen Sie Zeit und Nerven, wenn es Richtung Abgabefrist geht. 

  • Steueränderungen 2026 kennen: die Entfernungspauschale steigt, das Kindergeld bzw. die Kinderfreibeträge und der steuerliche Grundfreibetrag auch. Beachten Sie außerdem neue Regelungen zur Aktivrente oder bei den Werbungskosten. 

Bis wann muss ich die Steuererklärung 2026 abgeben? 

Die reguläre Abgabefrist für die Steuererklärung 2026 endet für Privatpersonen am 31. Juli 2026. Wer die Erklärung von einem Steuerberater erstellen lässt, hat oft Zeit bis Ende Februar 2027. Wer zu spät dran ist, riskiert Verspätungszuschläge. 

Nicht verwechseln: Die Steuererklärung 2026 ist das Formular beziehungsweise die Sammlung von Unterlagen, die Sie beim Finanzamt einreichen, um Ihre Einkommensteuer für das Jahr 2025 festzulegen. Klingt vielleicht verwirrend, aber 2026 sammeln Sie alle Belege aus dem Jahr 2025. 

März: der perfekte Monat, um Ihre Steuererklärung vorzubereiten! 

März ist der ideale Monat, um Ihre Steuererklärung 2026 vorzubereiten. Sortieren Sie Ihre Belege aus 2025, notieren Sie Ausgaben und prüfen neue Steuerabzüge. Wer früh startet, vermeidet Stress und hat alles griffbereit, wenn die Abgabefrist näher rückt.  

Im April und Mai, wenn es alle wieder nach draußen lockt, wird es sicher auch viele Ausreden geben, die Steuererklärung nicht zu machen. Im Juni und Juli sind die meisten schon im Urlaub, da freut man sich, wenn man die Steuer schon erledigt hat. Also, machen Sie Nägeln mit Köpfen und nutzen Sie den März, um Ihre Steuer vorzubereiten und früh einzureichen. 

Was hat sich für die Steuererklärung 2026 geändert? 

Für Ihre Steuererklärung 2026 gibt es einige Steueränderungen, die Sie kennen sollten. Wer sie berücksichtigt, spart am Ende Geld bei der Steuer. 

  1. Werbungskosten-Pauschale bleibt gleich aber mit kleiner Änderung 
    Die Werbungskosten-Pauschale bleibt auch 2026 mit 1.230 Euro gleich, aber Sie können jetzt Ihre Beiträge zur Gewerkschaft generell geltend machen (wenn Sie in einer Gewerkschaft sind). Sie können die Gewerkschaftsbeiträge also in voller Höhe absetzen. 

  2. Pendlerpauschale / Entfernungspauschale wird erhöht 
    2026 wird die Pendlerpauschale einheitlich auf 38 Cent ab dem ersten gefahrenen Kilometer erhöht. Bisher galt dieser Satz erst ab dem 21. Kilometer. Sammeln Sie daher alle Fahrten sorgfältig. 

  3. Der Grundfreibetrag hat sich erhöht: Der steuerliche Freibetrag steigt 2026 um 252 Euro auf 12.348 Euro.  

  4. Das Kindergeld/der Kinderfreibetrag ist gestiegen: Das Kindergeld steigt um 4 Euro auf 259 Euro pro Kind und Monat. Der Kinderfreibetrag steigt 2026 um 156 Euro auf 9.756 Euro. 

  5. Keine Kraftfahrzeugsteuer für E-Autos: Die Befreiung reiner Elektrofahrzeuge von der Kfz-Steuer wird bis Ende 2035 verlängert. 

  6. Aktivrente bis 2000€ Verdienst steuerfrei: Wer im Alter freiwillig weiterarbeitet, profitiert von der Aktivrente und erhält seinen Arbeitslohn in Höhe von bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei. 

  7. Ehrenamtspauschale steigt 2026: Die Ehrenamtspauschale steigt von 840 auf 960 Euro und die Übungsleiterpauschale von 3.000 auf 3.300 Euro pro Jahr. Somit werden Menschen, die ein Ehrenamt ausüben steuerlich stärker entlastet. 

  8. Verlängerung der Mobilitätsprämie als Alternative zur Pendlerpauschale: Die Mobilitätsprämie wird noch für 2026 verlängert. Sie ist eine steuerliche Unterstützung für Menschen, die wenig oder gar kein Einkommen haben und deshalb von der Pendlerpauschale kaum profitieren. Sie wird direkt vom Staat ausgezahlt und ersetzt in diesen Fällen einen Teil der Fahrtkostenpauschale. 

  9. Steuerfreie Überstundenzuschläge: 2026 sollen Zuschläge für Überstunden unter bestimmten Bedingungen steuerfrei sein. Dies ist möglich, wenn die Zuschläge maximal 25 Prozent des Grundlohns betragen und der Stundengrundlohn auf höchstens 50 Euro begrenzt ist. 

  10. Steuerfreie Teilzeitaufstockungsprämie: 2026 sollen Teilzeitbeschäftigte eine steuerfreie Prämie von bis zu 4.500 Euro erhalten können, wenn sie ihre Wochenarbeitszeit dauerhaft erhöhen. 

  11. Neue Höchstgrenze für Beiträge zur Rentenversicherung: Als Selbständiger können Sie Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem Rürup-Rentenvertrag vollständig als Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Die neue Höchstgrenze beträgt 30.826 Euro (für Ledige) und 61.652 Euro (für Verheiratete). 

Nicht vergessen! Vergessen Sie bei Ihrer Steuererklärung 2026 nicht die Homeoffice-Pauschale von 6 Euro pro Arbeitstag für maximal 210 Tage im Jahr, was einer Jahrespauschale von 1.260 Euro entspricht! Außerdem sollten Sie wie immer auch Ihre Ausgaben für Arbeitsmittel absetzen: Laptop, Software oder Online-Seminare zählen hier zu den absetzbaren Kosten - alles, was Sie für die berufliche Tätigkeit einsetzen, gilt grundsätzlich als Arbeitsmittel. 

Checkliste: Diese Belege müssen Sie für die Steuer sortieren 

Mit dieser Liste behalten Sie bei der Steuererklärung 2026 den Überblick. Sortieren Sie Ihre Unterlagen am besten schon jetzt, dann sparen Sie später viel Zeit. 

Private Ausgaben:

  • Spendenquittungen 

  • Versicherungsbeiträge (z. B. Haftpflicht, Krankenversicherung) 

  • Sonderausgaben wie Ausbildungskosten oder Kirchensteuer 

Berufliche Ausgaben: 

  • Werbungskosten: Arbeitsmittel, Fachliteratur, beruflich genutzte Geräte 

  • Fortbildungskosten: Seminare, Online-Kurse, Reisekosten 

  • Homeoffice-Nachweise für 2026: Pauschale pro Arbeitstag, Arbeitszimmer ggf. gesondert 
     

Fahrtkosten & Pendlerpauschale: 

  • Tankbelege, Fahrkarten, Kilometeraufzeichnungen 

  • Notizen zu Fahrtstrecken und Arbeitstagen 
     

Sonstige Abzüge: 

  • Kinderbetreuungskosten 

  • Handwerkerleistungen 

  • Digitale Abos, Software oder Tools für den Job 

Tipp:

Nutzen Sie Ordner, Ablagesysteme oder eine Scanner-App. So haben Sie alles digital parat, wenn Sie die Steuer 2026 einreichen. 

Tipps für eine stressfreie Steuererklärung 

Belege digital sammeln 
Scannen oder fotografieren Sie Rechnungen gleich beim Erhalt. So verlieren Sie nichts und haben alles übersichtlich auf dem Rechner oder in der Cloud. Auch über ELSTER können Sie Belege direkt hochladen. Das spart Papier und Zeit. 

Steuerprogramme oder Online-Tools nutzen 
Viele Programme wie WISO-Steuer oder Smartsteuer helfen, Abzüge automatisch zu berücksichtigen und die Steuererklärung online einzureichen. 

Ordnung beim Sortieren 
Sortieren Sie Ausgaben nach Kategorien: Beruflich, privat, Homeoffice, Fahrtkosten. Das spart Zeit und Nerven beim Ausfüllen. 

Fristen im Blick behalten 
Notieren Sie sich die Abgabefrist für die Steuererklärung 2026. Wer die Frist verpasst, zahlt möglicherweise einen Verspätungszuschlag. 

Die Steuererklärung 2026 vorbereiten lohnt sich – besonders im März. Denn bis zum 31. Juli 2026 müssen Sie die Steuer abgegeben haben. Wer früh startet, sortiert Belege stressfrei, nutzt Pauschalen wie die Homeoffice-Pauschale 2026 und profitiert von der höheren Entfernungspauschale. Behalten Sie die Fristen im Blick und legen Sie alles ordentlich ab. So sparen Sie Zeit, vermeiden Fehler und bekommen Ihr Geld schneller zurück. 

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