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Bitcoin, Ethereum, Altcoins… Warum fallen die Kryptowährungen gerade?

2026-05-20

Als Anleger fragen Sie sich vielleicht, warum der Kryptomarkt derzeit so turbulent ist. Bitcoin, Ethereum und andere Altcoins haben in den letzten Monaten deutliche Kursrückgänge erlebt. Doch keine Sorge, wir entschlüsseln die Ursachen und geben Ihnen wichtige Hinweise, die Sie im Hinterkopf behalten sollten.

Wenn Sie nur zwei Informationen behalten sollten:

  • Einige Kryptowährungen sind in den letzten Monaten stark gefallen.

  • Sie bleiben jedoch unverzichtbar, um ein Vermögen zu diversifizieren.

 

Während Bitcoin eine der bekanntesten Kryptowährungen ist, gibt es Dutzende weitere wie Ethereum oder die sogenannten Altcoins (Tezos, Ripple…). Hinter diesen Namen verbergen sich virtuelle und sehr volatile Vermögenswerte.

 

Warum fällt der Kryptowährungsmarkt gerade?

Nach einem starken Anstieg haben diese Krypto-Assets in den letzten Monaten tatsächlich einen Rückgang ihres Kurses erlebt. Nach einem Rekordhoch von rund 126.000 US-Dollar hat Bitcoin beispielsweise die Hälfte seines Wertes verloren. Zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Artikels notiert er bei rund 70.000 US-Dollar, nachdem er zuvor auf etwa 60.000 US-Dollar gefallen war.

Obwohl einige Beobachter Kryptos und insbesondere Bitcoin zeitweise als sicheren Hafen – man sprach sogar vom neuen „digitalen Gold“ – betrachteten, wird diese Ansicht von jenen widerlegt, die argumentieren, dass der Kurs von Kryptos mit den Marktentwicklungen korreliert ist. Mit anderen Worten: Wenn Anleger risikoavers werden, verkaufen sie Aktien… aber sie wenden sich nicht automatisch Kryptos zu, die den Marktschwankungen folgen.

 

Welche Faktoren lassen Bitcoin und andere Kryptos fallen?

In einer auf ihrer Website veröffentlichten Analyse räumt das Beratungsunternehmen EY technische Erklärungen aus dem Weg: „Kein Hacking, kein Betrug, keine größeren Insolvenzen. Was passiert ist, ist einfacher: Anleger haben ihr Risikoengagement reduziert.“

An der Börse hat diese Risikoaversion der Anleger einen Namen: Man spricht von einer „Risk-off“-Bewegung. Diese ist nicht spezifisch für Kryptos, sondern muss mit einer allgemeinen Vorsichtshaltung in Verbindung gebracht werden, die ihren Ursprung in mehreren Ereignissen hat: potenziell strengere Geldpolitiken, Zweifel an den Bewertungen von Technologie- und KI-Werten oder, jüngst, der Konflikt im Iran.

EY weist jedoch darauf hin, dass Bitcoin „weiterhin ein schwer einzuordnender Vermögenswert“ ist und dass seine Korrelation mit anderen Märkten „je nach Kontext variiert“. Zu diesem Zeitpunkt können wir uns daher darauf beschränken, Hypothesen zu formulieren.

 

Muss man sich Sorgen machen, wenn man bereits investiert hat?

Trotz dieser Volatilität bleibt es, wie die Zeitung Les Echos betont, schwierig, Kryptowährungen zu ignorieren. Einerseits, weil sie „Teil der Finanzlandschaft sind und zur Diversifizierung eines Vermögens beitragen“. Andererseits, weil Krypto-Assets auf einer Technologie, der Blockchain, basieren, die tiefgreifendere Transformationen mit sich bringt. „Die Vorteile sind mittlerweile greifbar: Automatisierung von Prozessen, nahezu sofortige Abwicklung, Reduzierung des gebundenen Kapitals, Vereinfachung des Post-Trade, Verbesserung des Kundenerlebnisses, Optimierung der Liquidität“, stellt EY fest.

Sowohl für Direktinvestoren als auch für Vermögensverwalter, die Wert für ihre Kunden schaffen wollen, wird man daher wohl auch in Zukunft mit Kryptowährungen rechnen müssen, trotz der durchwachsenen Performance in den letzten Monaten.

 

Hinweis: Die hier genannten Informationen dienen ausschließlich zu Informationszwecken und stellen keine Anlageberatung dar. Investitionen in Kryptowährungen sind mit hohen Risiken verbunden und können zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Bevor Sie Anlageentscheidungen treffen, sollten Sie sich umfassend informieren und gegebenenfalls professionellen Rat einholen.

Veröffentlicht am 20.05.2026Geändert am 20.05.2026

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